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Asthma

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 18. November 2013)

auch bezeichnet als:
Asthma bronchiale; Bronchialasthma

Ursachen

Die Auslöser der Bronchialschwellung sind vielfältig und ebenso vielfältig sind die verschiedenen Formen des Asthma bronchiale. Lässt sich keine genaue Ursache beziehungsweise ein bestimmter äußerer Einfluss nachweisen, spricht der Arzt von intrinsischem oder endogenem (von innen kommendem) Asthma.

Dagegen wird ein durch äußere Einflüsse wie Allergene, Chemikalien oder Medikamente ausgelöstes Asthma als extrinsisch oder exogen (von außen kommendes) bezeichnet. Man unterscheidet dabei folgende Formen:
  • Beim allergischen Asthma kann eine allergische Reaktion auf verschiedene Allergene der Atemluft vorliegen. Zum Beispiel auf Hausstaub beziehungsweise die Exkremente von Hausstaubmilben, auf Bäume- und Gräserpollen, Schimmelpilzsporen, Vogelfedern, Tierhaare, Parfüms, chemische Lösungsmittel oder auch - seltener - auf Eiweißkörper in der Nahrung. Auch im Beruf kommen Kontakte zu vielen Substanzen zustande, die als Allergene wirksam werden können. Klassische Fälle sind hier die Mehlstauballergie des Bäckers, die Nickel- oder Pflegemittelallergie des Friseurs, die Holzstauballergie des Schreiners oder auch Allergien gegen Farb- und Lösungsmittel bei Druckereiarbeitern.

    Typischerweise kommt es wenige Minuten nach Kontakt mit dem Allergen zum Auftreten der Beschwerden. Bei der Hälfte der allergisch verursachten Fälle kommt es etwa sechs bis zehn Stunden später zu einem zweiten Schub von Atembeschwerden.
  • Beim Asthma aufgrund von nicht-allergischen Ursachen stehen Luftschadstoffe wie Abgase oder Tabakrauch, Nebel und Kaltluft im Vordergrund. Vielfach beruht ein berufsbedingtes Asthma auf dem Kontakt zu chemischen Reizstoffen wie beispielsweise Chlor oder Ammoniak. Dies ist wichtig zu wissen, wenn sich Personen mit bekannter Allergieneigung für einen bestimmten Beruf entscheiden sollen.
  • Aber auch Medikamente, vor allem Schmerzmittel (Analgetika) können Asthma auslösen. Etwa 10 bis 20 Prozent aller Asthmatiker reagieren auf bestimmte Medikamente überempfindlich. Im Wesentlichen handelt es sich bei diesen Medikamenten um saure Analgetika (nicht-opioide Schmerzmittel) und Antiphlogistika (Entzündungshemmer) wie Acetylsalicylsäure. Bei dieser Form des Asthmas handelt es sich nicht um eine Allergie. Vielmehr ist diese Form der Arzneimittelunverträglichkeit die Folge einer möglicherweise erblich bedingten Stoffwechselabweichung. Besonders häufig beobachtet man das Arzneimittelasthma bei Frauen im mittleren Lebensalter. Die Erkrankung äußert sich insbesondere im Bereich der Nase mit Niesen und wässrigem Nasenfluss, später auch durch polypenartige Schleimhautwucherungen, die eine erhebliche Nasenatmungsbehinderung darstellen. Asthma durch Medikamente tritt fast nie alleine, sondern in der Regel in Kombination mit anderen, meist allergischen Asthmaformen auf.
  • Körperliche Anstrengung löst bei vielen Kindern asthmatische Beschwerden aus. Man spricht dann von einem Anstrengungs- oder Belastungsasthma. Die meisten von allergischem Asthma betroffenen Kinder und etwa jeder dritte asthmakranke Erwachsene leiden während und nach körperlicher Belastung unter Atemnot. Kalte und trockene Luft begünstigt den Anfall. Schrittweise gesteigerte Anstrengung, vorbeugende Gabe von Medikamenten zur Erweiterung der Bronchien und die Wahl geeigneter Sportarten wie zum Beispiel Schwimmen können diese Form des Asthma manchmal eindämmen.
  • Auch psychologische Faktoren können die Usache für Asthma-Beschwerden sein. Einerseits beeinflussen sie das Ausmaß der Krankheit, andererseits spielen sie eine Rolle bei der Bewältigung der Krankheit.
  • Bei infektbedingtem Asthma kommt es aufgrund einer Virusinfektion zu einer Entzündung der Atemwege, die diese anfälliger für andere Reize macht. Bei jüngeren Kindern wird dies gelegentlich nach Infektionen mit Respiratory-Syncytial- und Parainfluenza-Viren beobachtet, bei älteren Kindern nach Infektionen mit Influenza- und Rhinoviren.

    Ganz allgemein ist das Infektasthma aber eine Erkrankung des Erwachsenen. Bei Asthmaerkrankungen, die jenseits des zwanzigsten Lebensjahres auftreten, kann nur in weniger als einem Fünftel der Fälle eine rein allergische Ursache nachgewiesen werden. Vielmehr entwickelt sich die Erkrankung hier häufig im Anschluss an Infektionen der Luftwege, oft auch der Nasennebenhöhlen, mit der Folge eines überempfindlich reagierenden Bronchialsystems. Für den Ausbruch der Erkrankung scheint wie bei Allergien eine erbliche Veranlagung auch hier eine Rolle zu spielen.
  • Eine Sonderform des Asthmas stellt das so genannte Herzasthma dar. In diesem Fall handelt es sich um asthmatische Beschwerden infolge einer Herzmuskelschwäche. Da das Herz das Blut nicht richtig in den Kreislauf pumpt, staut es sich in der Lungenarterie zurück. Blutwasser tritt durch die Gefäßwände in die Lunge aus und verursacht dort Hustenanfälle.
In den meisten Fällen reagieren Asthma-Patienten auf mehrere Auslöser; Mischformen der Erkrankung sind häufig.

Bei Kindern "wächst" sich Asthma bronchiale im Allgemeinen "aus". Die meisten Kinder haben nur leichte Beschwerden und mehr als 50 Prozent der Betroffenen haben in der Regel im Erwachsenenalter kein Asthma mehr. Bei einigen kommt es jedoch auch nach jahrzehntelangem asthmafreiem Intervall zu einem Wiederauftreten der Erkrankung. Je schwerer das Asthma in der Kindheit, desto wahrscheinlicher ist es, dass diese Menschen auch als Erwachsene darunter leiden. In jedem Falle bleibt die Anfälligkeit des Bronchialsystems ein Leben lang erhalten. Bei schwersten Erkrankungen kann die allgemeine körperliche und geistige Entwicklung des Kindes verlangsamt und insgesamt eingeschränkt sein.

Glücklicherweise enden Asthmaanfälle nur sehr selten tödlich. Auf 100.000 Einwohner bezogen, sterben pro Jahr nur etwa zwei Menschen an einem Asthmaanfall.

Betarezeptorenblocker (Medikamente unter anderem gegen Bluthochdruck) verengen die Bronchien und können so einen Asthmaanfall auslösen. Ihr Einsatz ist bei Patienten mit bekanntem Asthma daher nicht erlaubt.







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