Asthma

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 18. November 2013)

auch bezeichnet als:
Asthma bronchiale; Bronchialasthma

Das können Sie selbst tun

Beim allergischen Asthma sollte der Patient versuchen, zu den auslösenden Allergenen möglichst wenig in Kontakt zu treten, beispielsweise durch Verzicht auf Haustiere, Wohnungssanierung bei Milben, tägliches Staubsaugen und häufiges Wechseln der Bettwäsche. Ebenso sollten alle anderen Situationen, die einen Asthmaanfall auslösen könnten, vermieden werden. Dazu zählt insbesondere der Verzicht auf das Rauchen.

Die Einnahme von H1-Antihistaminika wie Loratadin oder Cetirizin reduziert die allergische Reaktion und bessert so die Asthmabeschwerden.

Durch den Kontakt mit Allergenen bildet der Körper bestimmte Abwehrstoffe, Antikörper vom Typ IgE. Diese IgE binden sich an Gewebszellen, die Mastzellen. Dort führen sie zu einer vermehrten Freisetzung gefäßaktiver Eiweißstoffe, die die typischen allergischen Beschwerden verursachen. Durch regelmäßige und vorbeugende Inhalation von Cromoglicinsäure werden die Mastzellen im Gewebe stabilisiert und Asthmaanfälle verhindert. Bei der Behandlung des Erwachsenen ist der Wirkstoff jedoch meist nicht angezeigt.

Schleimlösende Mittel wie Acetylcystein und Ambroxol erleichtern das Abhusten des Schleims. Auch pflanzliche Wirkstoffe wie Efeu, das zudem eine bronchienerweiternde Wirkung hat, können als Schleimlöser eingesetzt werden.

Pestwurzwurzelstock ist ein pflanzlicher Wirkstoff, der schmerzstillend und krampflösend wirkt. Daher kann er auch zur Linderung asthmatischer Beschwerden verabreicht werden.

Für die Überwachung der Atemleistung durch den Patienten selbst stehen so genannte Peak-Flow-Meter zu Verfügung, mit denen sich die maximale Atemstromstärke messen lässt. Wird dabei eine Verschlechterung der Atemstromstärke festgestellt, sollte der Patient seinen Arzt aufsuchen.

Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft und leichte sportliche Betätigung können den Verlauf von Asthma günstig beeinflussen.

Außerdem kann man mit der dosierten Lippenbremse Asthmabeschwerden und einer körperlichen Erschöpfung entgegenwirken. Und so geht es: Atmen Sie durch die Nase ein und lassen bei der Ausatmung die Luft leicht und ohne Anstrengung langsam zwischen den locker aufeinanderliegenden Lippen ausströmen. So wird eine Luftbremse erzeugt und ein Zusammenfallen (Kollabieren) der Lungenbläschen und feinen Bronchienäste während der Ausatmung verhindert. Der Patient soll dabei nicht „drücken“ oder „blasen“, sondern geräuschlos ein- und ausatmen.

Asthmatiker sollten sich mit ihrer Erkrankung beschäftigen, zum Beispiel in einer Patientenschulung. Dort werden spezielle Atemtechniken, Raucherentwöhnungsmaßnahmen und spezielle Diätschulungen angeboten. Ebenfalls hilfreich ist für viele Betroffene der Austausch in Selbsthilfegruppen.

Da der Einfluss der Seele beim Asthma nicht zu unterschätzen ist, sollten Entspannungstechniken erlernt werden. Dazu zählen unter anderem autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation und Yoga. Diese Techniken sollten allerdings unter medizinischer Betreuung trainiert werden, da sie anfangs zu eventuellen Verschlechterungen führen können.

Wann zum Arzt?

Beim Auftreten von anfallsweiser Atemnot sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann durch entsprechende Untersuchungen Asthma diagnostizieren und entsprechende Medikamente verschreiben.

Ebenso sollte ein Arzt befragt werden, wenn sich die Symptome eines bestehenden Asthmas trotz Therapie verschlechtern. Keinesfalls sollte man selbstständig die Dosierung der Medikamente erhöhen.

Hält ein Asthmaanfall besonders lange an und/oder ist besonders stark ausgeprägt, sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden.

Bei Asthma sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen sehr wichtig.




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