Allergie

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 10. November 2013)

Das kann der Arzt tun

Bei den Anzeichen einer Allergie wird sich der Arzt zunächst ausführlich über die Lebens- und Essgewohnheiten des Patienten informieren lassen. Auch nach der Einnahme bestimmter Medikamente wird er sich erkundigen. Die Frage, welche Substanz die Allergie im Körper ausgelöst hat, beantwortet der Mediziner mit Hilfe verschiedener Testverfahren:
  • Allergische Reaktionen vom Soforttyp sind mittels einer Provokationstestung (Pricktest, Intrakutantest und Scratchtest) festzu stellen.
  • Allergische Reaktionen vom Spättyp kann der Arzt mit dem Epikutantest, auch Pflastertest genannt, feststellen.
  • Außerdem gibt es noch labormedizinische Tests, um das Vorhandensein einer Allergie zu bestätigen oder auszuschließen. Dabei werden Allergen-Antikörper mit spezifischen Untersuchungsverfahren wie PRIST (Papier-Radio-Immuno-Sorbens-Test) und RAST (Radio-Allergosorbent-Test) ermittelt.
  • Weiterhin kann der Arzt auch durch die Bestimmung einer Untergruppe weißer Blutzellen eine Allergiediagnose bestätigen.
Zur Behandlung von Allergien werden häufig Glucocorticoide in verschiedenen Darreichungsformen eingesetzt:
  • Bei schwersten allergischen Reaktionen spritzt sie der Arzt intravenös.
  • Schwere Verläufe von Kontaktallergien, die mit Hautsymptomen einhergehen, sowie Heuschnupfen und allergisches Asthma werden meist mit Tabletten therapiert.
  • Glucocorticoide kommen auch als Mittel zum Auftragen auf der Haut oder zum Einatmen zum Einsatz. Bei lokaler Anwendung auf der Haut ist auf die richtige Dosierung zu achten. Die Anwendung derartiger Salben sollte zeitlich befristet sein.
Wirkstoffe aus dieser Gruppe sind unter anderem Beclometason, Betamethason, Prednisolon, Dexamethason, Mometasonfuroat, Hydrocortisonacetat, Fluticason, Methylprednisolon, Budesonid und Triamcinolonacetonid.

Bei allergischen Reaktionen, die Nase und Augen betreffen, werden oft H1-Antihistaminika wie Desloratadin, Promethazin, Ebastin, Mizolastin, Ketotifen und Hydroxycin-dihydrochlorid (Hydroxyzin) eingesetzt.

Neben der medikamentösen Behandlung der Symptome kann auch eine sogenannte Hyposensibilisierung durchgeführt werden. Dabei bekommt der Allergiker den Stoff, auf den er überempfindlich reagiert, in niedrigen Dosen verabreicht. So soll das Immunsystem trainiert werden, auf die Allergene nicht mehr zu reagieren. Diese Hyposensibilisierung wird auch als Desensibilisierungstherapie bezeichnet.




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